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VohanÄŤice
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Vohančice (deutsch Wohantschitz, früher Wohantschütz) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt vier Kilometer südwestlich von Tišnov und gehört zum Okres Brno-venkov.
Contents
• Geographie
• Geschichte
• Weblinks
• Einzelnachweise
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Geographie
Vohančice befindet sich in der Boskowitzer Furche linksseitig über dem Tal des Baches Heroltický potok. Nordöstlich erhebt sich die Kozà brada (366 m), im Osten der Bačkovec (419 m), südöstlich die Strážná (393 m) und im Nordwesten der Nad Zámkem (476 m).
Geschichte
Die erste schriftliche Erwähnung des Dorfes erfolgte 1255 in einer Urkunde des Klosters Saar, in der Macek von VohanÄŤice und sein gleichnamiger Sohn als Zeuge auftraten. Sitz des Geschlechts, das im 13. Jahrhundert als Lokatoren die Besiedlung der Gegend vorantrieb, war die Feste nördlich des Dorfes. Besitzer von VohanÄŤice war im Jahre 1390 Pavel Ĺ ilhéř von VohanÄŤice, 1437 gehörte die Herrschaft Hašek von VohanÄŤice. Ein Teil der Familie von VohanÄŤice stand in den Diensten der Pernsteiner. Das Geschlecht erweiterte zum Ende des 15. Jahrhunderts seinen Besitz. Beneš von VohanÄŤice kaufte 1494 von Vratislav von Pernstein u. a. das Dorf und die MĂĽhle SkaliÄŤka sowie das Dorf und die Feste HornĂ RozsĂÄŤka. In der Mitte des 16. Jahrhunderts setzte zeitgleich mit den Pernsteinern auch der Niedergang des Rittergeschlechts VohanskĂ˝ bzw. VahanskĂ˝ ein. Zwar erwarben sie in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts noch KĹ™ovĂ hinzu, doch bereits 1569 verkaufte Jan VohanskĂ˝ von VohanÄŤice KĹ™ovĂ an Heinrich/JindĹ™ich BĹ™eznickĂ˝ von Náchod. Vier Jahre später verkaufte er auch die Feste VohanÄŤice einschlieĂźlich des Vorwerkshofes an Johann Berger von Berg (Jan Pergarovi z Pergu). Unter Karl Berger von Berg erfolgte ab 1596 der Umbau der Feste zu einem kleinen Schloss. Wegen seiner Beteiligung am Ständeaufstand von 1618 wurden nach der Schlacht am WeiĂźen Berg durch GĂĽter des Johann Christoph Berger von Berg konfisziert und 1623 an den Oberhauptmann des Bistums OlmĂĽtz, Hans von Melsing verkauft. 1636 erwarb der Gardehauptmann der Kaiserin Maria, Alonso de Castro, die Herrschaft VohanÄŤice mit den zugehörigen Dörfern VohanÄŤice, Závist und Heroltice. Er lieĂź das Schloss umbauen und stark vergrößern. Dabei ĂĽberschuldete er sich und sein Carlo musste den Besitz an Paul Albrecht von Teuburg verkaufen. Dieser veräuĂźerte ihn 1676 an Heinrich Slawikowetz von Slawikow. Dessen Witwe Franziska Elisabeth, nochmals verheiratete DubskĂ˝, verkaufte VohanÄŤice 1694 an Karl Maximilian Lev von Rosental. Im Jahre 1701 erwarb die Stadt BrĂĽnn das Gut VohanÄŤice zur Vergrößerung des Gutes DeblĂn und schloss es an die Herrschaft KuĹ™im an. 1793 bestand VohanÄŤice 14 Häusern und hatte 102 Einwohner. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb VohanÄŤice dann immer zu KuĹ™im zugehörig.
Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete VohanÄŤice ab 1850 einen Ortsteil von Tischnowitz im BrĂĽnner Bezirk und Gerichtsbezirk Tischnowitz. 1868 entstand die Gemeinde VohanÄŤice mit dem Ortsteil Závist. Seit 1896 gehörte VohanÄŤice zum neu gebildeten Bezirk Tischnowitz. Im Jahre 1938 wurde die StraĂźe von VohanÄŤice nach Závist als Anschluss zur BezirksstraĂźe DeblĂn-Tišnov hergestellt. Nach der Auflösung des Okres Tišnov kam die Gemeinde VohanÄŤice mit Beginn des Jahres 1961 zum Okres Brno-venkov. 1986 wurde VohanÄŤice nach Tišnov eingemeindet. Im Jahre 1990 entstand die Gemeinde VohanÄŤice wieder. Der frĂĽhere Ortsteil Závist verblieb bei Tišnov; seit 2002 gehört er zu PĹ™edklášteĹ™Ă.
Gemeindegliederung
FĂĽr die Gemeinde VohanÄŤice sind keine Ortsteile ausgewiesen.
SehenswĂĽrdigkeiten
• Schloss Vohančice, die dreiflüglige zweistöckige Anlage befindet sich am nördlichen Ortsrand unterhalb des Berges Nad Zámkem. In den Jahren 1596 bis 1600 ließ Karl Berger von Berg die alte Feste aus dem 13. Jahrhundert zu einem einflügeligen Renaissanceschloss ausbauen. Ab 1636 begann unter Alfons de Castro der Anbau zwei barocker Flügel. Nachdem die Stadt Brünn 1701 Besitzer von Vohančice geworden war, diente das Schloss als Gutsverwaltung und Beamtenwohnsitz. 1948 ging das Schloss in die Rechtsträgerschaft der JZD Vohančice über, die es verkommen ließ. Nach 1990 kam das Schloss in Restitution an die Stadt Brno zurück, die es wenig später verkaufte. Derzeit erfolgte eine schrittweise Instandsetzung.
• Kapelle des hl. Josef, errichtet 1906 anstelle einer Betsäule
Weblinks
• Beschreibung des Rittersitzes Wohantschitz in Franz Joseph Schwoy: Topographie vom Markgrafthum Mähren, Band 2
• Schloss Vohančice auf hrady.cz
Einzelnachweise
cite-note-11. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2023 (PDF; 602 kB)